Jugendprojekte


Hier & Jetzt

 

Denise Dröge, Theaterpädagogin (Berlin) und ich  haben uns 2016 zusammengetan um ein interkulturelles und interdisziplinäres Projekt zu entwickeln das drei Kunstformen vereint: Land Art / Soziale Plastik, Performance / Video. Schlüsselwörter sind Grenzen , Hier und Jetzt. Die Kunstformen interagieren miteinander und beeinflussen sich im Prozess gegenseitig. Alle drei Teile des Projekts beziehen sich auf die lokale Umwelt (Sozial, Natur, Urbanität). Ursprünglich hatte das Projekt als Zielgruppe Kinder /Jugendliche , die neu in Deutschland sind und Kinder /Jugendliche , die schon länger hier leben. Heute kann das Konzept aber vielfältig angewendet werden als Schulprojekt.

Durch vorherige Projekte in Deutschland , aber auch durch Projekte im Ausland wie zum Beispiel in Taiwan oder Peru, haben wir Erfahrung in der Arbeit mit Kindern und Jugendliche aus verschiedenen Kulturkreisen. Das Projekt wurde zum ersten mal umgesetzt im Rahmen der Ausstellung We See Heaven Upside Down in der Villa Novilla in Berlin-Oberschöneweide. Teilgenommen hatten Kinder und Schülerinnen vom Schülerclub Rabenhaus.

Zwischen September und Dezember 2016 wurde das Projekt zum erstenmal ausgeführt mit den Schülerclubs / Jugendeinrichtungen  Re-Mi-Li Kids und Check In, in Berlin-Oberschöneweide. Mit Unterstützung durch das Bezirksamt Berlin-Köpenick, Deutschland


Performance Workshop für Kinder mit Autismus und Heimkinder 

Die erste Aufführung und der Workshop fanden am Samstag, dem 20. April 2019, im Armenischen Zentrum für zeitgenössische experimentelle Kunst ACCEA / NPAK in Jerewan, Armenien, statt. Es konzentrierte sich auf Kinder mit Autismus. Die teilnehmenden Kinder hatten unterschiedliche Grade von Autismus. Zuerst habe ich eine kurze Performance zu Connected - Not Connected für die Kinder und das Publikum (Eltern, allgemeines Publikum) aufgeführt. Nach Beendigung der Aufführung und einem kurzen Vortrag führte ich den Workshop mit Unterstützung von Hasmik Tangyan (Pädagogin) und Evelina Garegin Hakobyan (Studentin am Theater und Cinematograhic Institut) durch. Alle Kinder gehören zu „My Way“, einer Kindertagesstätte für Erziehung und Rehabilitation für Kinder und Jugendliche mit Autismus in Eriwan.

Am 23. April 2019 besuchte ich das SOS-Kinderdorf in Kotayk bei Eriwan, um dieselbe Performance und eine Workshop-Performance zu geben. Hier hatte ich eine gemischte Gruppe von Kindern zwischen 13 und 17 Jahren. Die bekannte Pianistin Nare Korayan unterstützte mich dabei. Die Kinder haben teilweise keine Eltern oder Familien oder stammen aus Familien, in denen die Eltern ihre Kinder nicht erziehen können. Ebenso wie der vorherige Workshop nach jedem Schritt habe ich den Kindern die Möglichkeit gegeben, ihre Meinung zu äußern oder Fragen zu stellen.

Durch die Aufführung und den Workshop im SOS-Kinderdorf am Ende haben mehrere Kinder den Workshop mit ihren Erfahrungen und Situationen in Verbindung gebracht, denen sie bereits in ihrem jungen Leben begegnen. Außerdem haben Jungen und Mädchen gerne zusammengearbeitet, weil sie in den meisten Fällen nach Geschlechter getrennte Aktivitäten ausüben